Die Anfänge des Dorfes gehen bis in die germanische Zeit zurück, denn es handelt sich bei Lauf um eine sogenannte Ursiedelung. Um 400 wanderten aus dem Osten Slawen ein und nahmen das Gebiet um den Obermain in ihren Besitz. Später drangen von Norden die Thüringer nach, welche dann von den Franken verdrängt wurden.
1202 taucht der Name Lauf als ein Besitz des Bamberger Domkapitels erstmals auf. Der Reichtum an Wasser und Quellen hat schon damals der Anlegung von Fischteichen gedient, was seit einigen Jahren in Lauf wieder stärkere Bedeutung erlangen konnte.
1400 wurde in Lauf eine Kapelle zu Ehren der Heiligen Drei Könige erbaut, 1718 entstand unter Faust von Stromberg die heutige barocke Kirche. Der stattliche Bau, die gute Architektur und die reiche Ausstattung zeugen von einer großen Gunst und Liebe des Erbauers. Von der reichen Ausstattung blieben die Altäre, ein Kreuzweg, ein Rokokostandkreuz, eine Monstranz, ein Rauchmantel mit Wappen und ein kelchförmiger Taufstein.
Lauf erhielt als eines der ersten Dörfer im Landkreis Bamberg im Jahre 1913 eine Wasserleitung. Die beiden Weltkriege forderten auch von Laufern Bürgern das Leben. So fielen im 1. Weltkrieg 17 Bürger, 5 werden vermisst. Im 2. Weltkrieg sind 24 gefallen und 16 werden vermisst.
Im Zuge der Gebietsreform wurde der Ort Lauf im Jahre 1972 in den Markt Zapfendorf eingemeindet. Von 1975 bis 1977 wurde die gesamte Ortschaft kanalisiert und an die vollbiologische Kläranlage in Zapfendorf angeschlossen, von 1977 bis 1979 fanden Dorferneuerungsmaßnahmen statt, es wurden die innerörtlichen Verkehrs- und Gewässerverhältnisse geregelt. Örtliche Freizeit- und Erholungseinrichtungen geschaffen und die ortsbildprägenden Plätze durch Eingrünung und Bepflanzung gestaltet.
Die Ortschaft Lauf hat zur Jahrtausendwende ca. 700 Einwohner. Die Ortschaft besteht aus dem alten Ortskern, einem Neubaugebiet in Südlage nordwestlich des alten Ortskernes, einem Neubaugebiet nordöstlich des Ortskernes. Zur Zeit wird eine Dorferweiterung in Richtung Südwest geplant und voran getrieben.
Die Laufer Wasserversorgung wird im Jahre 2000 saniert. Die eigene Quelle, die bisher den größten Teil der Ortschaft mit Trinkwasser versorgte, wird zukünftig nicht mehr genutzt, die Ortschaft wird nun ausschließlich über die Fernwasserleitung versorgt.
Es gibt ein Feuerwehrgerätehaus mit den notwendigen feuerwehrtechnischen Einrichtungen und einem Löschgruppenfahrzeug LF 8, ein Mehrzweckgebäude mit Räumlichkeiten für die örtlichen Vereine und Gruppen, es gibt einen gemeindlichen Festplatz, zwei ausgebaute Kinderspielplätze, einen Friedhof mit Leichenhalle und zwei Sportplätze. Seit wenigen Jahren gibt es in der Laufer Flur eine Reithalle, sowie unmittelbar an der Flurgrenze zu Zapfendorf neben dem Aquarena eine Tennishalle des TC Zapfendorf. Am neuen Sportplatz – unter der Autobahnbrücke – hat der 1.F.C. Lauf sein Sportheim errichtet.
Das Vereins- und Gruppenleben wird in Lauf sehr ernst genommen, wie die zahlreichen Vereine und Gruppen, die es in Lauf gibt, beweisen. Es sind dies: Sportverein 1.F.C. Lauf, Gesangverein Liederkranz, Freiwillige Feuerwehr, VdK Lauf, Verein für Obst- und Gartenbau, Katholische Landjugend, Bayernstammtisch, Club – Stammtisch, Gymnastikgruppe, Fichtenkegler.
Auch zum Brauchtum hat Lauf einiges zu bieten. Am 1. Januar spielen die einheimischen Blasmusiker das Neue Jahr an. An Dreikönig, dem Patronatsfest, wird die Dreikönigsstärk getrunken. Sternsinger ziehen von Haus zu Haus und sammeln für einen guten Zweck. Der Kinderfasching findet im Sporthaus des 1.F.C. Lauf statt. Sehr berühmt und bekannt ist der Laufer Osterbrunnen. Frau Alt hatte bis zu ihrem Tod in den vergangenen Jahren immer wieder mit ihren Helferinnen geschafft, eine Attraktion in die Ortschaft zu zaubern. Gäste aus Nah und Fern, viele reisen mit Omnibussen an, kommen, um die handbemalten Kunstwerke am Osterbrunnen zu bestaunen. Natürlich wird es auch künftig einen Laufer Osterbrunnen geben.
Die Kirchweih wird immer am 2. Sonntag im Oktober mit großem Rummel und Festbetrieb gefeiert. Federführend sind dabei die "Laafer Kerwas Buam", welche die Festtage von Freitag bis einschließlich Montag organisieren.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort auf Grund von verschiedenen Ursachen von der Landwirtschaft weg. Es gibt keinen Vollerwerbslandwirt mehr, und auch die Zahl der Nebenerwerbslandwirte schrumpft unaufhörlich weiter. Lauf hat sich zu einem schön gelegenen, ruhigen Wohndorf entwickelt. Der größte teil der Bevölkerung sind Arbeiter, die nach Bamberg, Staffelstein, Ebensfeld, Lichtenfels oder Zapfendorf auspendeln, ein weiterer Teil arbeitet als Angestelle oder Beamte im Dienstleistungssektor von Schule, Verwaltung, Banken oder Behörden.
Erstmals wurde der Ort 1323 urkundlich erwähnt. Er war im Besitz des Klosters Michelsberg und war einer von 13 Haupthöfen.
1498 zählte Oberleiterbach bereits 36 Anwesen, hatte ca. 200 Einwohner und schon eine eigene Kirche. Im 30-jährigen Krieg wurde mehr als die Hälfte aller Anwesen zerstört. Im Zuge der Säkularisation 1802 endet der Einfluß von Kloster Michelsberg.
Das erste Schulhaus wurde 1821 erbaut, das zweite 1913. Bis zur Gebietsreform 1972 war Oberleiterbach eine selbständige Gemeinde und gehörte zum Landkreis Staffelstein. Ab diesem Zeitpunkt wurde Oberleiterbach nach Zapfendorf eingemeindet und dem Landkreis Bamberg zugeordnet.
Die sehr schöne Kirche St. Laurentius mit mächtigen spätgotischem Turm und barocker Haube sowie barockem Langhaus ist das überragende Gebäude und Blickfang des Ortes. Sie wird von einem Mauerring des ehemaligen Friedhofs umzogen. Hier ist auch die Grabstätte des letzten Eremiten vom Staffelberg Ivo Hennemann, einem gebürtigen Oberleiterbacher.
Folgende Vereine sind in der Ortschaft ansässig:
Feste: Alljährlich am 15. August (Maria Himmelfahrt) wird das Waldfest abgehalten. Die Kirchweih wird immer am ersten Wochenende im September gefeiert.
Drei Jahre nach Gründung des Gartenbauvereins konnte Oberleiterbach im Jahre 1977 bereits als Landes- und Bundessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden“ die Goldmedaille erzielen. Der schöne und ruhige Ort bietet Gästen die Möglichkeit sich vom Alltagsstress zu erholen. Es stehen mehrere Ferienwohnungen zur Verfügung. Durch die Flurbereinigung die von 1960 bis 1974 durchgeführt wurde, bestehen viele Wandermöglichkeiten.
Für Zusammenkünfte der Dorfgemeinschaft steht das neu erbaute Gemeinschaftshaus zur Verfügung, das mit viel Eigenleistung der Bürger erbaut wurde.
Oberoberndorf hieß früher Oberndorf und wird in dieser Namensform erstmals im Jahre 1303 urkundlich erwähnt. Im 30jährigen Krieg (1618 - 1648) hatte der Ort hartes Schicksal zu überstehen. Er wurde niedergebrannt und etliche Bewohner wurden erschlagen. Damals sollen sich schwedische Soldaten in Oberoberndorf häuslich niedergelassen haben.
An dem Platz, wo heute die Ortskapelle steht, stand ein großes Holzkreuz, vor dem die Dorfbewohner ihrer Mainandacht verrichteten. Mit dem Bau der Kapelle wurde 1885 begonnen.
Die der Himmlischen Königin Maria geweihte Ortskapelle des Gemeindeteiles Oberoberndorf.
Oberoberndorf mit seinen 19 Anwesen ist stark landwirtschaftlich strukturiert. Die Einwohner schwanken derzeit zwischen derzeit zwischen 80 und 88 Personen.
Oberoberndorf ist die Quelle des Aspaches; dieser schlängelt sich an Kirchschletten vorbei nach Zapfendorf, durchquert die Ortschaft und mündet in den Main.
In der Ortschaft besteht als einziger örtlicher Verein die Freiwillige Feuerwehr.
Etliche Bürger aus der Ortschaft haben sich jedoch dem Obst- und Gartenbauverein Oberoberndorf-Kirchschletten-Reuthlos angeschlossen.
Geschichte
Reuthlos gehörte grundherrschaftlich zum Kloster Michelsberg in Bamberg. Es wird 1340 erstmals erwähnt. Der Ortsname deutet auf eine Rodungssiedlung des hohen Mittelalters hin. 1348 allerdings lag Reuthlos mit seinen 7 Gütern vorübergehend wüst. Später hatte auch St. Getreu Grundbesitz in Reuthlos. Im ausgehenden 18. Jahrhundert war der Grundbesitz überwiegend an das Domkapitel in Bamberg übergegangen.
Heutige Situation
Reuthlos ist ein schön durchgrünter Ort. In der Ortschaft bestehen derzeit mehr reine Wohnanwesen als landwirtschaftliche Betriebe. Das örtliche gemeinschaftliche und kulturelle Leben bestimmen zwei Ortsvereine: die Freiwillige Feuerwehr Reuthlos und der Bürgerverein Reuthlos.
Die Gründung der Ortschaft Sassendorf liegt im Dunkeln. Ob es eine Siedlung der von Karl dem Großen besiegten Sachsen ist, kann nicht mit Sicherheit behauptet werden. In fürstbischöflicher Zeit hatte das St. Katharina Spital in Bamberg die Grundherrschaft über die etwa 35 Güter. Die Ortschaft wird unmittelbar von der "Hohen Straße" tangiert; sie soll einst eine belebte Handelsstraße gewesen sein, die von den Handelsstädten Augsburg, Nürnberg über Hallstadt zu den Handelsstädten des deutschen Nordens führte.
Die Errichtung der spätbarocken Schule im Jahre 1794 verdankt die Ortschaft Sassendorf dem hochsinnigen Förderer der Kultur in Franken, Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal. Zwei Jahre vor seinem Tode bewilligte er diese "Freischule" und einen ständigen Lehrer auf Kosten des fürstlichen Spitals zu Bamberg. Lange Jahre beherbergte dieses örtliche Zentrum außer dem Schulsaal im ersten Stock auch den Betsaal der Gemeinde.
Nachdem der Betsaal im Schulgebäude ab 1907 wegen Schulraumnot zum Unterricht mitbenutzt werden mußte, spendeten hochherzige Bürger Steine, Bauholz und 5000 DM, das waren etwa die Hälfte der Baukosten, und errichteten neben der Schule eine Ortskapelle, die 1908 vollendet wurde.
Westlich von Sassendorf wurde lange Zeit in Steinbrüchen Sandstein abgebaut. Dieser Sandstein leuchtet heute noch an manchen Sassendorfern Gebäuden in warmen Goldbraun. Diese Steinbrüche von Sassendorf gaben bis in die 30er Jahre dieses Jahrhunderts manchem Sassendorfer Brot und Arbeit. Etwa 50 Mann schlugen im Steinbruch, der mit eigener Feldschmiede und einem Brotzeithaus gut ausgerüstet war, das Baumaterial u. a. für die Bamberger Lagarde-Kaserne, das Justizgebäude, viele Barockbauten und manche Kirche, darunter sogar der Regensburger Dom.
Kirchschletten wird im Jahre 1125 unter dem Wort Sletin erstmals urkundlich erwähnt. Doch lassen zahlreiche Gräberfunde in der näheren Umgebung auf eine sehr viel frühere Besiedlung dieses Raumes schließen.
Zu Kirchschletten gehört auch die heutige Abtei Maria Frieden. Früher waren hier die Gutsherren, jene welche die Einwohnerschaft unterdrückten, was heute noch der Richtstein unter der Dorflinde in der Ortsmitte aussagt. Kirchschletten war früher eine selbstständige Gemeinde. Seit der Gebietsreform 1972 wurde Kirchschletten zum Markt Zapfendorf eingemeindet. Die Ortschaft zählt zur Zeit 117 Einwohner. In der Ortschaft befinden sich noch drei Vollerwerbslandwirte.
Pfarrei
Kirchschletten ist eine selbstständige Pfarrei, dazu gehören noch die Ortschaften: Oberleiterbach, Oberoberndorf, Reuthlos und Peusenhof.
Seit Geistlicher Rat Pfarrer Brütting 1992 in den Ruhestand ging, - er war 38 Jahre in Kirchschletten, - wird die Pfarrei von Zapfendorf aus mit betreut. Die Pfarrkirche St. Johannes ist dem hl. Johannes der Täufer geweiht. Sie wurde 1997 innen renoviert und 1998 wurde 300 Jahre Pfarrei Kirchschletten gefeiert. Das Patronatsfest ist am 24. Juni.
Das Kirchweihfest wird am Sonntag nach dem 24. Juni gefeiert. Auch wurde hier eine alte Tradition wieder aufgenommen. Alljährlich findet nach der Fronleichnamsprozession am Dorfplatz das Pfarrfest statt.
Kirchschletten hat drei Vereine:
Besuchen Sie uns im Internet: www.ROTH-IN-FRANKEN.de
Auf den Internetseiten unserer Ortschaft finden Sie viele interessante Geschichten rund um die Entstehung von Roth, bis hin zu den jüngsten Geschichten mit vielen Bildern aus dem Ortsgeschehen.
Schauen Sie mal rein – wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Aus dem Jahr 796 stammt die älteste Urkunde, in der Unterleiterbach erstmals genannt wird; eine Dame Marpurc schenkt ihre in Unterleiterbach liegenden Güter dem Kloster Fulda. Im Jahre 1018 hat nach einer Urkunde, die allerdings angezweifelt werden kann, Kaiser Heinrich II. neben anderen Orten auch "leiderpach" dem Kloster Michaelsberg geschenkt. Ein Ortsadel mit dem Namen "de Leiterpach" taucht erstmals im Jahre 1139 auf.
Eine Kirche war nach einer Urkunde zumindest ab dem Jahre 1346 in Unterleiterbach. Im Jahre 1501 wird eine Holzkapelle zu Ehren des Hl. Valentin, dem Schutzpatron gegen die "Fallsucht", gebaut. Durch Erbschaft und Kauf kommt 1517 das Geschlecht der Herren von Schaumberg in den Ort. 1525 zerstören aufständische Bauern die in Unterleiterbach vorhandene Burg. Infolge der Wirren im 30jährigen Krieg wird mit dem Jahre 1626 die bis dahin selbständige Pfarrei Unterleiterbach, die zumindest seit 1397 bestand, mit der Pfarrei Ebensfeld vereinigt.
Nach den Plänen von Johann Jakob Michael Küchel wird von 1738 bis 1740 die heute noch stehende Valentinskapelle als Wallfahrtskirche gebaut, die Freskenmalereien stammen von Giovanni Francesco Marchini.
Etwa zur selben Zeit (im Jahre 1739) beginnt Justus Heinrich Dientzenhofer im Auftrag von Gräfin Susanne Elisabeth von Brockdorf, einer geborenen von Schaumberg, mit dem Bau des Schlosses, welches heute noch steht und sich in Privateigentum befindet.
Im Jahre 1808 erlischt die Leibeigenschaft, und es öffnet sich der Weg zu einem freien Bauerntum. Eine Bogenbrücke aus Beton wird im Jahre 1913/1914 über den Main gebaut, welche am 12.11.1984 wegen Einsturzgefahr gesprengt und mittlerweile durch eine neue dreifeldige Stahlbetonbrücke ersetzt wurde.