Reuthlos

Reuthlos gehörte grundherrschaftlich zum Kloster Michelsberg in Bamberg. Der Ort wird 1340 erstmals erwähnt. Der Ortsname deutet auf eine Rodungssiedlung des hohen Mittelalters hin. 1348 allerdings lag Reuthlos mit seinen 7 Gütern vorübergehend wüst.

Später hatte auch St. Getreu Grundbesitz in Reuthlos. Im ausgehenden 18. Jahrhundert war der Grundbesitz überwiegend an das Domkapitel in Bamberg übergegangen.

Heute ist Reuthlos ein schöner Wohnort mit viel Grün. Derzeit bestehen mehr reine Wohnanwesen als landwirtschaftliche Betriebe. Das örtliche gemeinschaftliche und kulturelle Leben bestimmen zwei Ortsvereine: die Freiwillige Feuerwehr und der Bürgerverein Reuthlos.

Host scho kört? – Die Geschichte vom Reuther Gaul

In früheren Zeiten wurde in Reuthlos ein Gemeindegaul gehalten. Zur Arbeit und zur Versorgung wurde er von einem Bauern zum anderen weitergeliehen. Die Bauern aber wollten oder mussten sparen – deshalb wurde der Gaul ins „Dörnig” getrieben. Und weil dort nur Dörner wuchsen, musste er verhungern.

Sein letztes Wiehern: „O Reuth”...

(Quelle: Rudolf Ebitsch, In: Thomas Gunzelmann, Pfarrei Kirchschletten 1698 – 1998, S. 290)