Roth

Im Jahr 1142 wurde Roth erstmals erwähnt, 1189 gehörte der Ort zur Bamberger Vogtei. Der Ortsname wird auf das Wort „roden“ zurückgeführt. Der kleine Ortsteil mit etwa 65 Einwohnern liegt nur knapp südlich des 50. Breitengrades nördlicher Breite.

Host scho kört? – Die Geschichte vom Sau-Ritt

Ein Jagderlebnis aus Rother Wäldern

Wenn mer richtig Kerwa feiert,
Kummt halt zam, wos zammgeheiert,
Schlägt den Bauch vull, daß es kracht,
Weil mer des net öft mitmacht.

Aber vorher haßt's herrichten,
Daß wos do is zen Neischlichten.
Do segt sich a Jägersmann:
"Glabt halt etzt a Wildsau dran."

Unner Görg waß, wu sie hausen,
Kennt a jedes Waldeck draußen,
Trummelt schnell sei Leutla zamm,
Segt: "Wir wer'n des Viech gleich hamm!"

Sächt die Treiber, sächt die Schütz'n,
Wie sie all die Oehrla spitzen,
Die Kanona sen gericht,
Gleich werd aus die ganza G'schicht.

Do auf amol tuts an Rummser
Und gleich drauf an laut'n Bummser.
Geht des Sauviech doch dävoh,
Hucklt auf an Treibersmoh.

Rücklings wor er aufgesessen,
Hot vor Schreck es Schrei'n vergessen,
Hält sich nuch, der gute Moh,
An der Sau ihr'n Schwenzla oh.

Wie die wilda Jagd is ganga,
Kaner konnt sich mehr derfanga,
Bis die Sau a Kurv'n zog
Und ihr Reiter runterflog.

Kaner hot do schieß'n könna,
Jeder mußt vor Lach'n stöhna,
Bluß der Görg, schreit Zetermord,
Denn sei Wildsau, die wor fort.

(Mordax)

Dieses Gedicht zum "Rother Sau-Ritt" wurde uns dankenswerterweise von Herrn Josef Groh aus Roth zur Verfügung gestellt. Das Gedicht wurde von zwei Rothern geschrieben. Der "Reiter" war ein Verwandter von Herrn Groh.