Zapfendorf

Der Markt Zapfendorf ist eine der nördlichsten Gemeinden im Landkreis Bamberg und grenzt im Norden an den Landkreis Lichtenfels. Bis zur Gebietsreform 1972 gehörte Zapfendorf zum ehemaligen Landkreis Staffelstein.

Der Ort Zapfendorf wird urkundlich im Jahre 904 erstmals erwähnt. Teilweise wird behauptet, der Name stamme von seiner früheren Bedeutung des Ortes her – als "Zapfstelle" für Durchreisende entlang des Mains. Am 1.4.1945 wurde Zapfendorf durch die Explosion eines im Bahnhof abgestellten Munitionszuges fast vollständig zerstört. An diesen Vorfall erinnert heute noch ein Mahnmal in der Nähe des Bahnhofs. Durch die Tatkraft der Einwohner und der ansässigen Gewerbebetriebe war Zapfendorf bereits im Jahre 1952 wieder vollständig aufgebaut.

Host scho kört? – Die „Zapfendorfer Maascheißer”

Früher gingen die Zapfendorfer nach getaner Arbeit runter zum Main um dort zu baden. Zu Hause hatte man zu dieser Zeit kein Bad und hätte sich nur mit erwärmtem Wasser aus dem Waschkessel notdürftig waschen können. Besonders zur Erntezeit (Heu und Getreide) ging man fast täglich abends in den Main, um den Schweiß und Dreck des Tages abzuwaschen.

Dabei kam es auch schon einmal vor, dass man im Main die Badehose herunterzog und auch gleich seine Notdurft verrichtete – Klein wie Groß. Der Name „Maascheißer” hält sich seither.

(Quelle: Gunda Schaller, I was nuch wie heit, wie des selbigsmoll wor!, S. 13f., ergänzt um die Aussagen anderer alteingesessener Zapfendorfer)