Achtung und Respekt

Ein Aufruf unserer Grund- und Mittelschule Zapfendorf.

In der Psychologie tritt der Begriff „Respekt“ mit folgenden Definitionen auf:

  1. Ausdruck von Achtung. Hierbei betrachten wir unser Gegenüber als gleichwertig und achten seine Person.
  2. Ausdruck von Bewunderung für eine bestimmte Leistung.

Einem Menschen, dem wir Respekt zollen, begegnen wir mit Vorsicht und Rücksicht. Dabei sind wir bereit, auf ihn zu hören. Respekt ist hierbei nicht gleichbedeutend mit Gehorsam.
Eine respektvolle Einstellung anderen Menschen gegenüber erlernen wir in der Kindheit. Vermittler und Model sind dafür unsere Eltern und nahe Bezugspersonen wie z. B. Lehrkräfte, Trainer oder auch ältere Mitschüler.

In unserer heutigen Gesellschaft nimmt der Respekt vor anderen zunehmend ab. Das sieht man z. B. beim Umgang mit Rettungskräften, Angestellten, älteren Menschen oder einfach nur dem unmittelbaren Gegenüber.

Auch in der Schule ist diese Entwicklung zu beobachten. Schüler treten in einem rauen Umgangston auf, Lehrer werden beleidigt oder respektlos angesprochen und auch so manches Gespräch mit Eltern verläuft nicht in gegenseitiger Achtung. Um diesem Trend entgegen zu treten und an unserer Schule Respekt zu fördern und zu fordern, haben wir eine Zusammenfassung der wichtigsten Regeln aufgestellt:

  • Jeder Mensch ist verschieden. Das erkenne ich an und achte das. Anderen Mitmenschen gegenüber verhalte ich mich wertschätzend.
  • Wenn andere etwas gut können, dann lobe ich sie dafür. Ich helfe, wenn andere etwas nicht gut können.
  • Ich akzeptiere die Meinung von anderen, auch wenn sie von meiner Meinung abweicht.
  • Ich höre anderen zu oder lasse sie ausreden. Das gilt auch für den Unterricht.
  • Ich bin höflich zu meinen Mitmenschen. Ich grüße freundlich, sage „bitte“, „danke“ und „Ich möchte gerne.....“.
  • Ich achte das Eigentum anderer Leute. Ich gehe nur an die Sache von anderen, wenn ich vorher eine Erlaubnis bekommen habe.
  • Wenn ich etwas angestellt habe, dann stehe ich ehrlich dazu und entschuldige mich.

Diese Regeln werden wir im Unterricht im Laufe des Jahres als Monatsziele behandeln, in der Schulordnung festschreiben und deren Umsetzung einfordern. Nur wenn ein junger Mensch fähig ist, mit Anstand und Respekt zu handeln, andere zu akzeptieren und sich selbst und seine Bedürfnisse auch einmal zurückzunehmen, kann er einen wertvollen Beitrag für ein friedliches Miteinander leisten und später selbst als Vorbild wirken.

Kerstin Förtsch im Namen des Kollegiums

Weitere Nachrichten