Ein ungewöhnliches Schuljahr ...

... und ein „Dankeschön“ an alle Mitstreiter

  • Schule
Grund- und Mittelschule Zapfendorf / Foto: Schmitt.Vogels Architekten GmbH

Ein Schuljahr der besonderen Art liegt hinter uns. Niemand hätte beim Zwischenzeugnis oder bei der lustigen Faschingspolonäse im Februar auch nur geahnt, was noch auf uns alle zukommen sollte.

Da freuten sich die Viertklässler auf das nahende Schullandheim und die Radfahrprüfung, die übrigen Klassen aufs Schwimmfest, die Bundesjugendspiele, Wandertage und vieles mehr. Unsere Neuntklässler fieberten bereits ihrer Abschlussfahrt nach Italien und den Quali-Prüfungen entgegen und wir Lehrer hatten Schulaufgaben und Events geplant.

Dass dann am Freitag, den 13. März, alle Schulen in Bayern geschlossen wurden, fanden auf den ersten Blick die meisten Kinder noch als willkommende, zusätzliche Abwechslung und Freizeit. Als es jedoch eine Woche später zum Lockdown kam, Freizeiteinrichtungen, Gaststätten, Geschäfte und vieles mehr schließen mussten, ja nicht einmal mehr ein Treffen mit Freunden und Familienangehörigen möglich war, als die Fallzahlen stiegen und Mundschutz zur lästigen, aber notwendigen Pflicht wurde, da war uns allen klar – das kann dauern. Und so erwiesen sich die ersten drei Homeschooling Wochen auch als große Belastungsprobe für Lehrer, Schüler und vor allem auch die Eltern. Diese mussten zusätzlich oft ihr eigenes Homeoffice oder die Kurzarbeit stemmen und konnten bei der Betreuung ihrer Kinder weder auf die gewohnten Institutionen, noch auf die Großeltern zurückgreifen, denn diese Altersgruppe musste besonders geschützt werden. Nun galt es, die Kinder zu einem relativ selbstständigen Lernen zu motivieren und einen angemessenen Tagesrhythmus zu finden. Viele Lehrer kämpften dagegen mit der oft mangelnden Digitalisierung. Jeder versuchte im Rahmen seiner technischen und persönlichen  Möglichkeiten, seine Schüler mit Unterrichtsmaterialien zu versorgen und Kontaktmöglichkeiten zu bieten. Nicht vergessen darf man hierbei, dass natürlich vor allem die Kinder unter der Situation litten, da sie in ihren sozialen Kontakten komplett beschnitten wurden und das notwendige Lernen zu Hause doch nicht wirklich Spaß machte. Nach den Osterferien wurden die Gesichter noch länger, denn nach weiteren drei Wochen Homeschooling durften nur bestimmte Klassen und dann auch nur in halber Klassenstärke zurückkommen. Nun hieß es Mundschutz, Hygieneregeln, Pausen ohne große Spielmöglichkeiten, Sitzordnung mit Abstand und Frontalunterricht und für viele Klassen Verlängerung des Lernens daheim. Seit den Pfingstferien durfen nun endlich alle Kinder wieder in die Schule, aber nach wie vor in geteilten Gruppen. Musische Fächer wie Sport, Kunst, Musik blieben ebenso auf der Strecke wie die Sozialformen Partner – und Gruppenarbeit, Lerntheken oder Freiarbeit. Trotzdem hörte man als Lehrer immer mehr, wie schön es in der Schule sei und das tat gut bei all den Beschränkungen!

Wir alle können nur hoffen, dass es nun im neuen Schuljahr „normaler“ weiter geht für alle zur gleichen Zeit in der Schule und dies auch so bleibt. Da würden sicher Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen aufatmen, auch wenn uns allen klar sein sollte, dass so manche Lücke geschlossen werden und sich der eine oder andere erst wieder an den Schulalltag gewöhnen muss.

Wir danken an dieser Stelle für die Hilfe und Unterstützung, dem Elternbeirat und Förderverein, dem pädagogischen Personal der OGS und OGGS, dem Reinigungsteam der Schule, unserem Hausmeister Tino Schütz, unserer Sekretärin Frau Seelmann, den Busfahrern, den Schüler-und Buslotsen, dem Hort- und Kindergartenpersonal, unserer „Bäcka“ Frau Kreppel, der Gemeinde auch für den Erlass des Kopiergeldes, den Redaktionen der Mitteilungsblätter, unseren Partnerschulen im Schulverbund aus Baunach, Rattelsdorf und Breitengüßbach, allen Fachkollegen für die Übernahme der Pausenaufsichten und der Notbetreuungsgruppen während der harten Zeit ……..

und ganz besonders nach diesem außergewöhnlichen Schuljahr Ihnen liebe Eltern für Ihre Geduld, Nervenstärke, Kooperation und Ihr Verständnis!

 

Kerstin Förtsch für die Grund-und Mittelschule Zapfendorf

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