Ködeltalsperre: Umstellung der Einspeisemengen wird beendet

bis auf Weiteres "weiches" FWO-Wasser
Die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) hatte mehrfach über die Baumaßnahme des Freistaates Bayern an der Hochwasserentlastungsrinne der Trinkwassertalsperre Mauthaus (besser bekannt als “Ködeltalsperre”) und der damit verbundenen Absenkung des Seespiegels 2024/2025 informiert. (Veröffentlichungen vom 18.07.2025, 02.10.2025 und 17.12.2025)
Zuletzt standen planmäßige Wartungsarbeiten an. (Veröffentlichung vom 10.02.2026)
Mit Schreiben vom 10.03.2026 teilte die FWO folgendes mit:
Der Trinkwasserbezug aus anderen Standbeinen (hier: Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum, kurz WFW) wird mit Ablauf des 16.03.2026 beendet. Bis auf Weiteres erhält der Versorgungsbereich (in den das Gemeindegebiet Zapfendorf fällt)wieder das Trinkwasser der Fernwasserversorgung Oberfranken (d. h. Talsperrenwasser / weiches Wasser).
Für das Verständnis und die Kooperation aller Betroffenen in dieser besonderen Situation der vergangenen Monate ist die FWO sehr dankbar.
Ein (erneuter) zusätzlicher Ersatzwasserbezug über den WFW ist bei extremen Witterungsverhältnissen im Laufe des Jahres 2026 jedoch nicht vollkommen auszuschließen, da das durchschnittliche Niveau der Talsperre noch nicht erreicht ist. Sollte eine Umstellung erforderlich werden, so wird die FWO rechtzeitig darüber informieren.
Um Kenntnisnahme und Beachtung wird gebeten!
------------
Mitteilung der Fernwasserversorgung Oberfranken vom 10.03.2026:
An die Kunden der Fernwasserversorgung Oberfranken
Umstellung der Einspeisemengen wird beendet
Unter Bezugnahme auf unsere Schreiben im Zusammenhang mit der Baumaßnahme des Freistaates Bayern an der Hochwasserentlastungsrinne der Trinkwassertalsperre Mauthaus, der damit verbundenen Absenkung des Seespiegels 2024/2025 und dem anschließenden Trockenjahr 2025 möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen:
In Folge dieser Gesamtproblematik musste die FWO zur Schonung des noch zur Verfügung stehenden Wasserkörpers der Talsperre den Trinkwasserbezug aus unseren anderen Standbeinen erhöhen. Diese notwendige Kompensation werden wir in der kommenden Woche beenden. Die Gründe hierfür sind insbesondere:
Basierend auf den Prognosen des Bayer. Landesamtes für Umwelt (LfU) und Wasserwirtschaftsamt Kronach wird der Pegel in dieser Woche voraussichtlich bei 441,50 mNN liegen und damit ca. 2,3 m über dem Stand von 2025 zum gleichen Zeitpunkt (11.03.). Dies entspricht einer größeren Füllmengen von rund 1,7 Mio. Kubikmeter gegenüber 2025. Die Ausgangslage ist damit „besser“ als 2025.
Bei Zugrundelegung der mittelfristigen Prognosen bzw. bei Annahme von durchschnittlichen Zuläufen für März und April ist von einem weiteren Ansteigen des Pegels auszugehen; auch dies wäre eine bessere Situation als in 2025, wo ab Februar (auf Basis voller Rohwasserabnahme bis einschl. Juni durch die FWO) der Pegel durchgehend sank.
Rückmeldungen aus dem Abnehmerkreis vermitteln uns das Bild, dass eine „Normalisierung“ in dem Sinne erwartet wird, dass wieder auf die ursprünglichen Einspeisemengen der verschiedenen Standbeine zurückgegangen wird. Insofern wird die erhöhte Einspeisung durch den Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) reduziert.
Ein (erneuter) zusätzlicher Ersatzwasserbezug über den WFW ist bei extremen Witterungsverhältnissen im Laufe des 2026 jedoch nicht vollkommen auszuschließen, da das durchschnittliche Niveau der Talsperre noch nicht erreicht ist.
Durch die zeitweilige Umstellung ab 01.07.2025 konnte maßgeblich der Rohwasserbezug an der Talsperre Mauthaus reduziert und damit eine wahrscheinliche Verschlechterung der Trinkwasserqualität in der Sommerperiode 2025 verhindert werden. Uns ist bewusst, dass dies für Sie als Kunden der FWO bzw. für die Abnehmer in Ihrem Zuständigkeitsbereich zu Herausforderungen geführt hat. Für Ihr Verständnis und Kooperation in dieser besonderen Situation hierzu sind wir Ihnen sehr dankbar!
Wir bitten Sie, diese Informationen an Ihre Mitarbeitenden der Wasserversorgung und gegebenenfalls an besonders sensible Kunden (z. B. Lebensmittelverarbeitung, Krankenhäuser) weiterzugeben.
Nochmals vielen Dank für das kooperative Miteinander in diesen herausfordernden Zeiten.